Erzwungener Freitod

Selbstmorde von Wiener Jüdinnen und Juden während der Shoah

Authors

  • Éva Kovács Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies
  • Marianne Windsperger
  • Winfried R. Garscha
  • Eleonore Lappin-Eppel
  • Michael Preitschopf
  • Joseph Pardes

DOI:

https://doi.org/10.23777/sn.0122/eve_vwit01

Keywords:

suicide, November pogrom, Anschluss

Abstract

"Suicide with sleeping pills", "...by coiling gas", "...by hanging", "...by fall down", "...by shoot to death", "...by drown", "...by jump out of the window" - these notes appeared more and more frequently in documents of the Jewish community in Vienna from 1938 onwards. Especially after the 'Anschluss' and the November pogroms of 1938, as well as before and during the waves of deportation, many Jews saw no other way out than to take their own lives.

On November 8, 2021, a joint symposium by Misrachi Austria, the Wiener Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) and the Documentation Archive of the Austrian Resistance (DÖW) was dedicated to the memory of the more than 1,000 Viennese Jews who died during the Nazi time to choose suicide. The subject was discussed from historical, psychological and halakhic perspectives.

Author Biographies

Winfried R. Garscha

Winfried R. Garscha, Jahrgang 1952, Studium der Geschichte, Germanistik und Slawistik an der Universität Wien, 1988–2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Publikationen zu Verfolgung und Widerstand, insbesondere zur Deportation von Jüdinnen und Juden, sowie zur Justizgeschichte und zur Geschichte der Arbeiterbewegung.

Eleonore Lappin-Eppel

Eleonore Lappin-Eppel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theatergeschichte und Kulturwissenschaften der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Dort leitet sie das Projekt „Jüdische Reaktionen auf die nationalsozialistische Verfolgung in Österreich 1941–1945. Eine Quellenedition“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind NS-Judenverfolgung in Österreich und ihre Aufarbeitung in der Zweiten Republik sowie jüdische Presse im deutschsprachigen Raum im Zeichen des Zweiten Weltkriegs.

Michael Preitschopf

Prim. em. MR Dr. Michael Preitschopf, Jahrgang 1948, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in Wien 18. Langjähriger Vorstand der Internen Abteilung mit den Departments Akutgeriatrie und Palliativmedizin (die erste Einrichtung Österreichs) am Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien/Dornbach. Zertifizierter Logopädagoge nach dem Viktor Frankl Zentrum Wien.

Joseph Pardes

Rav Joseph Pardes ist in Jerusalem geboren. Nach der „Mittelschul-Jeschiwa“, die religiöses Wissen mit weltlichem Wissen vereint und mit der Matura abschließt, lernte er an der Jeschiwa und legte die Prüfungen als Rabbiner ab. Seit 1991 ist er in der Wiener Misrachi als Rabbiner erfolgreich tätig.

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Published

2022-06-19

How to Cite

Kovács, Éva, Marianne Windsperger, Winfried R. Garscha, Eleonore Lappin-Eppel, Michael Preitschopf, and Joseph Pardes. 2022. “Erzwungener Freitod: Selbstmorde Von Wiener Jüdinnen Und Juden während Der Shoah”. S: I.M.O.N. Shoah: Intervention. Methods. Documentation. 9 (1):125-48. https://doi.org/10.23777/sn.0122/eve_vwit01.